Wofür ist Palermo bekannt? 6 Dinge, die Siziliens Hauptstadt so besonders machen
Für viele ist Palermo nur der Ort, an dem das Flugzeug landet, bevor der Roadtrip durch Sizilien beginnt. Aber glaub uns: Diese Stadt ist es wert, länger zu bleiben. Von einem berühmten Mordschauplatz aus einem Film bis zu einem Strand, an dem die Einheimischen dem Stadttrubel entkommen, hat Palermo weit mehr zu bieten als nur eine schnelle Übernachtung. Hier sind sechs Gründe, warum du dir vor dem Start deines Roadtrips Zeit für die sizilianische Hauptstadt nehmen solltest.
1. Der Pate: die Treppen des Teatro Massimo
Filmfans reisen teilweise extra nach Palermo, um diesen Ort zu sehen. Die Schlussszene von Der Pate III, in der Michael Corleone seine Tochter Mary auf den Stufen des Opernhauses in den Armen hält, wurde hier tatsächlich im Winter 1989 gedreht. Zu diesem Zeitpunkt war das Teatro Massimo bereits seit zwölf Jahren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Regisseur Francis Ford Coppola holte das Gebäude für die Dreharbeiten zumindest vorübergehend wieder zum Leben.
Das Teatro Massimo ist außerdem das drittgrößte Opernhaus Europas – nach den Opernhäusern in Paris und Wien – und wird bis heute für Aufführungen genutzt.
2. Mondello Beach: Hier gehen die Einheimischen baden
Nur etwa 15 Minuten vom Zentrum entfernt liegt Mondello Beach, ein langer Sandstrand mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser, an dem die Einwohner Palermos ihre Sommer verbringen. Der auffällige Pavillon im Jugendstil, „Il Chiosco“, ist genauso zum Wahrzeichen des Strandes geworden wie Sand und Meer.
Am Wochenende trifft man hier vor allem auf einheimische Familien. Ein Besuch am Mondello Beach ist deshalb nicht nur ein entspannter Strandtag, sondern auch eine Gelegenheit, Palermo abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten zu erleben.
3. Palazzo dei Normanni: Arabisch-normannische Pracht
Der Palazzo dei Normanni gehört zu den ältesten noch genutzten königlichen Residenzen Europas und ist heute Sitz des sizilianischen Regionalparlaments. Im Inneren befindet sich die Cappella Palatina, eine Kapelle mit goldenen byzantinischen Mosaiken, die vom Boden bis zur Decke reichen, und einer von arabischen Handwerkern geschnitzten Decke.
Der Palast gehört zum UNESCO-Welterbe „Arabisch-normannisches Palermo“ und zeigt eindrucksvoll den einzigartigen Mix verschiedener Kulturen, die Palermo über Jahrhunderte geprägt haben.
4. Catacombe dei Cappuccini: Siziliens skurrilste Sehenswürdigkeit
Unter einem Kapuzinerkloster befindet sich einer der wohl ungewöhnlichsten Orte Europas: In den Gängen liegen Tausende mumifizierte Körper, von denen einige noch heute die Kleidung tragen, in der sie vor Jahrhunderten bestattet wurden.
Die berühmteste Bewohnerin ist Rosalia Lombardo, ein zweijähriges Mädchen, das 1920 starb und so gut erhalten ist, dass sie als „Dornröschen von Palermo“ bekannt wurde. Nichts für schwache Nerven aber definitiv einer der eindrucksvollsten Orte, die du auf Sizilien besuchen kannst.
5. Isola delle Femmine: Eine Insel direkt vor der Küste
Direkt vor Palermo liegt der gleichnamige Küstenort Isola delle Femmine, benannt nach der kleinen Felseninsel, die direkt vor der Küste liegt. Einer Legende zufolge wurde die Insel einst genutzt, um Frauen mit der Pest zu isolieren. Bewiesen ist diese Geschichte allerdings nicht.
Heute ist Isola delle Femmine vor allem eine ruhigere Alternative für alle, die die Küste bei Palermo entdecken möchten, ohne sich durch die Menschenmassen am Mondello Beach zu kämpfen.
6. Monte Pellegrino: Der Berg, der über die Stadt wacht
Der deutsche Dichter Goethe bezeichnete den Monte Pellegrino einst als „das schönste Vorgebirge der Welt“. Sobald du oben stehst, verstehst du vermutlich, warum. Auf dem Berg, der die Kulisse für Palermo bildet, befindet sich das Heiligtum der Santa Rosalia, der Schutzpatronin der Stadt, das in eine Höhle hineingebaut wurde.
Vom Gipfel hast du einen Panoramablick über Palermo und das Tyrrhenische Meer, einer der besten Orte, um die sizilianische Hauptstadt in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben.
Palermo als Ausgangspunkt deiner Vespa-Reise
Obwohl The Vespa Trip Sicily in Trapani startet, ist ein Flug nach Palermo die einfachste Anreise. Palermo verfügt über einen internationalen Flughafen (Falcone-Borsellino) mit Direktverbindungen aus vielen europäischen Städten. Damit ist die Stadt der praktischste Ausgangspunkt für deine Reise nach Sizilien. Von mehreren britischen Flughäfen gibt es Direktflüge, unter anderem aus London (Heathrow, Gatwick, Luton und Stansted), Manchester und Birmingham. British Airways, easyJet und Ryanair bringen dich in etwa drei Stunden ans Ziel. Aus den USA anzureisen ist etwas komplizierter, aber durchaus möglich: Neos bietet inzwischen saisonale Nonstop-Flüge von New York JFK an. Das ist Teil der Bemühungen, mehr Transatlantikverbindungen nach Süditalien zu schaffen. Genau deshalb liegt der Hauptsitz von The Vespa Trip in Trapani ganz in der Nähe von Palermo.
Was das Wetter angeht, lohnt sich Palermo fast das ganze Jahr über. Die Sommer sind heiß und trocken, im Juli und August klettern die Temperaturen problemlos auf 35 °C. Der späte Frühling (April bis Juni) ist zum Fahren meist angenehmer, mit milderen Temperaturen und weniger Verkehr auf den Straßen. Deshalb findet auch die Vespa-Tour durch Sizilien in diesem Zeitraum statt. Im Winter ist es mild, die Durchschnittstemperaturen sinken nur selten unter 10 °C. Allerdings regnet es dann häufiger als im Sommer.